03. Juni 2026
Voten im Rat
Interpellation Caroni Andrea. Verkehr ’45. Wo bleibt die Ostschweiz?
Ich danke dem Bundesrat für seine vier Antworten und kommentiere sie ganz kurz der Reihe nach.
1. Zu den konkreten Projekten: Ich habe Verständnis für die Vagheit Ihrer Antwort und blicke nun aber, ich glaube zusammen mit einem grossen Teil der Ostschweiz, gebannt auf die angekündigte Vernehmlassung Ende Monat. Wir erwarten natürlich, dass die aufgeführten Projekte, auf die Sie hier nicht einzeln eingehen konnten oder wollten, dann gebührend berücksichtigt werden und Eingang in die Vorlage finden.
2. Zum Einsparpotenzial beim genannten Tunnel: Ich kann die optimistischen Aussagen des Bundesrates weiterhin nicht nachvollziehen. Das eine sind die Kosten, das andere ist der Nutzen, bei dem, so scheint es mir, das Pferd von hinten aufgezäumt wird; der Bundesrat sagt, der Tunnel habe wahnsinnige Priorität, aber man solle doch bitte noch erklären, weshalb. Aber auch wenn man dem Bundesrat folgen möchte, bleibt für mich unklar, warum dieses doch teure Projekt höher priorisiert werden soll als andere, mindestens so wichtige und sicher günstigere Projekte. Ich erwarte vom Bundesrat noch einmal eine kritische Auseinandersetzung mit dem genannten Tunnel, und wenn er daran festhält, dann müssten andere Regionen mit ihren Projekten umso stärker berücksichtigt werden.
3. Zur Auswirkung der Grossprojekte auf die Ostschweiz: Es ist sehr erfreulich, dass Sie die Angebotsmenge bestätigen. Daneben geht es auch um die Angebotsqualität. Viele Züge in falschen Fahrplanlagen und mit schlechten Anschlüssen bringen wenig, darum setzen wir darauf, dass Menge und Qualität sichergestellt werden.
4. Zum konkreten Angebotskonzept: Es ist sehr erfreulich, dass der Bundesrat hier jetzt offiziell bestätigt, dass er die Kantone ab diesem Sommer in die Planungen zu den Planungsregionen einbezieht.
In diesem Sinne: Besten Dank für ihre Antworten, und ich hoffe, Sie nehmen diese Erwartungen und Anregungen aus der Ostschweiz mit.